Repair - Geplante Obsoleszenz – Reparieren out, Wegwerfgesellschaft in


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Reparieren – in der Wegwerfgesellschaft oft nicht lohnenswert

Noch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts durften sich Werkstätten, in denen man vom Fotoapparat bis zur Kaffeemaschine alles reparieren lassen konnte, über einen regen Kundenstrom freuen. Die Gepflogenheiten der Wegwerfgesellschaft haben vielen Instandsetzungs- und Reparaturtechnikern die Existenz gekostet. „To repair is out and expensive“ – So lautet der interne Slogan vieler international agierender Großunternehmen. Repair wird im Englischen als Bezeichnung für das Reparieren verwendet.

 

Wie denken die Verbraucher über Repair und Wegwerfgesellschaft?

Die durchschnittliche Lebensdauer von Geräten wird als nomineller Nutzungszeitraum bezeichnet und wirkt sich nicht nur auf das Kaufverhalten aus, sondern ist auch bei den Abschreibungen bei der Steuer zu berücksichtigen. Von den potentiellen Kunden werden Geräte bevorzugt gekauft, die eine lange durchschnittliche Nutzungsdauer haben. Bei größeren und teureren Geräten punkten die Modelle, bei denen Experten kleinere Defekte kostengünstig reparieren können. Die Entwicklung der Technik hat dafür gesorgt, dass das in vielen Fällen weder lohnenswert noch technisch möglich ist. Ein Beispiel dafür sind Motherboards mobiler Computer, auf denen sich Grafikchips und Soundchips statt der vorher üblichen Grafikkarten und Soundkarten befinden.

 

Geplante Obsoleszenz = Repair unmöglich

Der Begriff Obsoleszenz ist eine Ableitung von der lateinischen Vokabel „obsolescere“, die aussagt, dass sich etwas abnutzt oder alt wird. Die Bezeichnung könnte also alternativ zu den deutschen Begriffen Abnutzung oder Verschleiß verwendet werden. Unterschieden wird in die psychische und funktionelle Obsoleszenz. Viele Großunternehmen wenden inzwischen Techniken für die geplante Obsoleszenz an, um die Absatzzahlen bei Neuprodukten zu erhöhen. Sie tragen entscheidend zur Entwicklung der Menschheit zur Wegwerfgesellschaft bei. Dabei wird den Nutzern noch vorgegaukelt, dass es unmöglich wäre, bestimmte Dinge zu reparieren. Hauseigene Servicetechniker einiger Notebookhersteller erzählen den Kunden beispielsweise, dass ein Austausch der Tastaturen unmöglich oder sündhaft teuer wäre. Dabei ließe sich ein solches Problem mit wenigen Handgriffen lösen.

 

Die üblichen Tricks für die geplante Obsoleszenz

Ein gutes Beispiel für die Tricks der Hersteller sind Tintenstrahldrucker und Laserdrucker. Hier zählt die verwendete Firmware im Hintergrund die Anzahl der angefertigten Ausdrucke. Ist eine bestimmte Anzahl erreicht, gibt der Drucker eine Fehlermeldung aus und verweigert den Dienst. Er ist in der Regel noch voll funktionstüchtig und wird gezielt durch eine verborgene Funktion gesperrt.

An anderer Stelle werden gezielt so genannte Sollbruchstellen aktiviert. Meistens wird das durch eine geringfügige und für den Nutzer nicht erkennbare Überlastung bewirkt. Davon sind vor allem Netzteile betroffen. Auch werden bewegliche Bauteile für die geplante Obsoleszenz so konstruiert, dass sie nur eine bestimmte Anzahl von Vorgängen durchhalten. Scharniere von Notebooks und Netbooks sowie die Mechaniken der Tastaturen sind hier gute Beispiele.